04.02.2026, 17:45 - Wörter:
NAME:
« Taliesin | Saorlaith
Ihr wahrer Name, an den sie sich kaum noch erinnern kann, ist Saorlaith, welcher "freie/edle Prinzessin" bedeutet. Er wurde ihr von ihrem Besitzer genommen, da diese Bezeichnung für sie zu erhaben gewesen war. So wählte sie ihren neuen Namen, der geschlechtsneutral und "goldene Stirn" bedeutet. Zu ihrem alten Namen hat Tali heute einen großartigen Bezug mehr, obwohl sie nach wie vor weiß, dass sie eine britannische Prinzessin sein soll.
LEBENSALTER:
« 17 Jahre | 22.11.61 vor Chr.
Tali wirkt oft etwas zeitlos und vom Alter her schwer einzuschätzen, manchmal erscheint sie wesentlich jünger zu sein (besonders, wenn sie sich als Junge mit Mütze kleidet), in einer etwas ordentlicheren Kleidung und frisierten Haaren kann sie auch mal ein oder zwei Jahre älter wirken. Insgesamt hat ihr hartes Leben sie jedoch schneller erwachsen werden lassen als es für ihre Entwicklung gut gewesen wäre. Tali mag es jedoch mit ihrem Alter zu spielen und ihren Gegenüber damit zu verwirren.
HERKUNFT:
« Cantium | Britannia
Der ehemalige Hauptsitz der Cantiaci war das heutige Durovernum Cantiacorum, ehemals Cantium und damit auch das Zuhause ihrer Familie. Doch von ihrer Heimat hat Tali nur schemenhafte und spärliche Erinnerungen. Sie kann sich an eine steinernde Mauer erinnern, die von einem Rammbock zerstört wurde. Mittlerweile ist die Hauptstadt ihres Stammes unter römischer Herrschaft und hat mit ihrem alten, urtümlichen Zuhause nicht mehr viel gemeinsam.
WOHNSITZ:
« Liguriens Wälder (aktuell)
Schon seit einigen Wochen war sie mit ihrem älteren Bruder in der Wildnis unterwegs. Dank ihrer Zähigkeit und Widerstandskraft trotzte Tali den Witterungen und er brachte ihr in dieser Zeit, in der er noch lebte, bei, wie man Fährten las und mit Hilfe des Frettchens Nahrung finden konnte. Auch brachte er ihr bei, sich möglichst lautlos fortzubewegen und stets angestrengt die Umgebung im Auge zu behalten. Denn noch schlimmer als ein Angriff konnte schließlich ein überraschender Angriff sein.
STELLUNG/BESCHÄFTIGUNG/GEWERBE:
« Jägerin | ehem. Sklavin
Einst eine Sklavin und von den Römern aus Britannien geraubt, arbeitete Taliesin sehr viele Jahre in der landwirtschaftlichen Residenz einer ligurischen Adelsfamilie, die als Ordo Decurionum in der Stadt Genua fungierte. Die Residenz lag bereits etwas erhöht im Hinterland, wodurch dort viel Olivenanbau stattfand. Gleichzeitig befand sich die Residenz unweit der Via Aurelia, wodurch man recht leicht die Stadt Genua erreichen konnte. Die Familie selbst bekam Taliesin nur selten zu Gesicht, meistens war es der Vilicus namens Gabhran, selbst ein gallischer Sklave, welcher die Sklaven beaufsichtigte und dafür Sorge zu tragen hatte, dass aus dem Olivenanbau große Gewinne hervorgingen. Während Talis Bruder eher in der Viehzucht eingesetzt wurde, war Talisein auf dem Feld bei den Oliven eingesetzt, da sie durch ihr Klettergeschick und ihrer geringen Größe gut in die Bäume kam. Im Verlauf wurde die Behandlung durch Gabhran immer unerträglicher und so war es Taliesin, als sie ihm erneut zu Willen sein sollte, möglich, ihn mit einem Messerstich in den Hals zu töten und mit ihrem Bruder gemeinsam zu fliehen. Seitdem lebt sie als Jägerin im Wald und verkleidet sich, so oft es ihr möglich ist, als Junge um nicht noch mehr Opfer der römischen Männer zu werden, besonders, seitdem ihr Bruder nicht mehr am Leben ist.
FAMILIE
Vater:
« SEGOVAX • *19.07.95 V. CHR. • EHEM. KÖNIG / GLADATORENLEHRER IM LUDUS • LEBT IN ROM
Er war einer von jenen vier Königen der Cantiaci, die 54 v. Chr. gegen den zum zweiten Mal in Britannien einfallenden, römischen Feldherrn Gaius Iulius Caesar zu Felde zogen. Segovax attackierte Im Auftrag des obersten britannischen Militärführers Cassivellaunus, gemeinsam mit den anderen drei Königen der Cantiaci, Cingetorix, Carvilius und Taximagulus, das Schiffslager Caesars, wurde aber von der römischen Wachmannschaft der Flotte geschlagen. Auf die Nachricht vom Ausgang dieses Gefechtes schloss Cassivellaunus einen Vergleich mit Caesar. Danach wurde Segovax, ebenso wie seine Tochter und sein Sohn, von Römern gefangen genommen und als Gladiator nach Rom in einen Ludus verkauft. Jetzt, im höheren Alter, fungier er im Ludus als Lehrer, da er in der Arena nicht mehr gegen einen jüngeren Krieger bestehen würde. Er weiß bis heute nicht, dass seine Tochter als einziges, überlebtes Kind, ebenfalls auf dem Weg nach Rom ist. An den Namen ihres Vaters kann sich Tali noch gut erinnern, konkret an sein Wesen jedoch nicht mehr. Dies hat sie durch ihren älteren Bruder und seine Geschichten erfahren. Sie vermisst ihn daher schmerzlich, wie jedes Kind seine Eltern vermissen würde.
Mutter:
« GODA • LEBTE IN CANTIUM • VON CAESARS FLOTTE 54 V. CHR. GETÖTET
An ihre Mutter hat Tali ebenfalls nur wenige Erinnerungen, allerdings weiß sie, dass sie kastanienbraunes Haar hatte, ebenso wie sie einst. Doch auch dort hat ihr Bruder ihr einiges aus seinen Erinnerungen erzählt. Sie soll sehr gütig gewesen sein und das Gegenteil zu ihrem Mann, der eher ein hitziges Gemüt hatte. Sie wurde getötet, bevor Cassivellaunus eine Einigung mit Caesar aushandeln konnte. Bevor Talil weißes Haar bekommen hat, war sie, so ihr älterer Bruder, das Abbild ihrer Mutter.
Älterer Bruder:
« EADWIG • EHEM. JÄGER • VON RÖMERN GETÖTET
Eigentlich der Erbe seines Vaters, wurde Eadwig im Alter von 9 Jahren gemeinsam mit seiner Schwester Tali entführt. Er war nicht unbedingt mutiger als seine kleinere Schwester, aber dafür diplomatischer. Irgendwann schaute sich Tali dies bei ihm wohl, wenn auch nur, um ihren eigenen Vorteil dadurch zu bekommen. Denn ihr Stolz und ihr Temperament hatte sie eindeutig von ihrem Vater geerbt und beides schlug immer mal wieder deutlich durch. Doch schlussendlich passte Eadwig immer wieder auf seine kleine Schwester auf, brachte ihr das Überleben in der Wildnis bei und war ein harter, aber guter Lehrmeister darin. Er lehrte sie Fährten zu lesen, Geräusche in der Tierwelt zu deuten und mit Pfeil und Bogen umzugehen. Auch Nahkampf mit dem Messer brachte er ihr etwas bei, obwohl Tali kräftemäßig wohl fast jedem unterlegen war. Dafür war sie jedoch umso flinker und Eadwig bemerkte, dass sie ein besonderes Talent dafür hatte auf Bäume zu klettern. Er war besorgt, gerade vor dem Hintergrund, dass ihre Mutter und Schwester in den Tod gestürzt waren. Er war ihr Anker, den sie vor einigen Wochen für immer verloren hat.
Ältere Schwester:
« HILDA • VON CAESARS FLOTTE 54 V. CHR. GETÖTET
Hilda war eher still und zurückhaltend gewesen. Doch mit nur sieben Jahren war sie von den Römern getötet worden. Mit ihrer Mutter gemeinsam hatte man sie von einem hohen Turm geworfen, als sich ihre Mutter vor wie gestellt hatte um sie vor den römischen Männern zu schützen.
ERSCHEINUNGSBILD
HAARFARBE: weiß(blond) • bis zu den Hüften lang • glatt
AUGENFARBE: hellgrau
KÖRPERGRÖSSE: 148 cm
STATUR: schlank & drahtig
KLEIDUNGSSTIL: An ihrer Kleidung sieht man bereits Taliesins sozialen Status. Sie trägt größtenteils abgewetzte, löchrige oder grob genähtes Leinen, was immer etwas fleckig und schmutzig wirkt. Dies kombiniert sie meistens mit grob verarbeiteten Lederstücken, da diese in der Nacht wärmer halten. Ist sie als Junge unterwegs, trägt sie lederne Hosen, dazu ein dazu eine Mütze (Kleidung als Junge) • Ihre ledernen Stiefel sind die einzigen Schuhe, die sie besitzt, weshalb sie sie auch permanent trägt. Entsprechend abgetragen sehen sie bereits aus. Als Schutz vor der Kälte hat sie eine wollene Paenula aus Stoffresten, an der Tierfell genäht ist. Die ist ihr wertvollstes Kleidungsstück, was sie besitzt und hat sie aus dem Haus ihres getöteten Besitzers gestohlen. Wichtig ist ihr außerdem, dass ihre Kleidung praktisch ist und sie sich in ihr bewegen kann.
BESONDERHEITEN: Durch ihr Leben als Sklavin trägt Tali nicht nur einige, seelische Narben davon, sondern auch ein paar körperliche. Nicht zuletzt das Messer ihres Besitzers war es gewesen, der an der Innenseite ihres linken Oberschenkels eine ca. 15cm lange Narbe hinterließ. Auch an ihren Handgelenken sieht man durch zahlreiche Narbenlinien, wie die Fesseln damals bei ihrer Geiselnahme in ihr Haut geschnitten und gescheuert hatten. Nicht zuletzt die Peitschenstriemen durch die körperliche Strafe mit der Scutia sind bei ihr in Form von langen Narben auf dem Rücken sichtbar.
Außerdem wurde Taliesins Haar im alter von ca. 5 Jahren, als sie von den Römern geraubt wurde, durch das Stresshormon Noradrenalin über einige Wochen hinweg weißblond (fast weiß), da es die Haarfolikel angriff und Pigmentproduktion von Melanin stoppte.
ÄUSSERES AUFTRETEN:
Eins hatte Tali schon sehr früh als Sklavin begriffen: Dass ein unsicheres Auftreten einen noch angreifbarer machte. So sind ihr Gang und ihr Schritt kräftig und klar, schwungvoll und voller Enthusiasmus. So wurde sie auch als Sklavin erlebt. Alles was sie tat hatte Hand und Fuß. Ihre Leidenschaft für das, was sie tat, sah man an der Qualität ihrer Ergebnisse. Für Tali war es zunächst schwierig sich in Demut zu üben, da sie merkte, dass sie selbst nichts zu entscheiden und keinerlei Rechte hatte. Aus dem unbekümmerten und freiheitliebenden Mädchen wurde zunächst eine verbitterte und stille Mitläuferin. Bis heute weiß sie, wie sich verhalten muss um wenig aufzufallen, wenngleich ihr Stolz und Temperament dabei stets gezügelt werden müssen. Sie spielt gern mit den Geschlechterrollen und verkleidet sich gern als Junge um nicht aufzufallen.
BESONDERHEITEN: Durch ihr Leben als Sklavin trägt Tali nicht nur einige, seelische Narben davon, sondern auch ein paar körperliche. Nicht zuletzt das Messer ihres Besitzers war es gewesen, der an der Innenseite ihres linken Oberschenkels eine ca. 15cm lange Narbe hinterließ. Auch an ihren Handgelenken sieht man durch zahlreiche Narbenlinien, wie die Fesseln damals bei ihrer Geiselnahme in ihr Haut geschnitten und gescheuert hatten. Nicht zuletzt die Peitschenstriemen durch die körperliche Strafe mit der Scutia sind bei ihr in Form von langen Narben auf dem Rücken sichtbar.
Außerdem wurde Taliesins Haar im alter von ca. 5 Jahren, als sie von den Römern geraubt wurde, durch das Stresshormon Noradrenalin über einige Wochen hinweg weißblond (fast weiß), da es die Haarfolikel angriff und Pigmentproduktion von Melanin stoppte.
ÄUSSERES AUFTRETEN:
Eins hatte Tali schon sehr früh als Sklavin begriffen: Dass ein unsicheres Auftreten einen noch angreifbarer machte. So sind ihr Gang und ihr Schritt kräftig und klar, schwungvoll und voller Enthusiasmus. So wurde sie auch als Sklavin erlebt. Alles was sie tat hatte Hand und Fuß. Ihre Leidenschaft für das, was sie tat, sah man an der Qualität ihrer Ergebnisse. Für Tali war es zunächst schwierig sich in Demut zu üben, da sie merkte, dass sie selbst nichts zu entscheiden und keinerlei Rechte hatte. Aus dem unbekümmerten und freiheitliebenden Mädchen wurde zunächst eine verbitterte und stille Mitläuferin. Bis heute weiß sie, wie sich verhalten muss um wenig aufzufallen, wenngleich ihr Stolz und Temperament dabei stets gezügelt werden müssen. Sie spielt gern mit den Geschlechterrollen und verkleidet sich gern als Junge um nicht aufzufallen.
PERSÖNLICHKEIT
Ihre ersten fünf Lebensjahre verlebte Taliesin unbeschwert als Tochter eines der vier Könige in Durovernum. Früher war sie daher ein sehr aufgewecktes und fröhliches Kind, was jedoch bereits ein hohes Maß an Neugierde und Temperament besaß. Kletterten andere Kinder auf einen Baum, so musste Tai bis in die Spitze klettern. Schon als kleines Kind liebte sie Herausforderungen und maß gern ihre Fähigkeiten mit anderen. Doch nach dem Überfall Caesars und ihrem Raub, gemeinsam mit ihrem älteren Bruder, wurde das Mädchen stiller und in sich gekehrter. Sie lernte, dass das Zeigen von Gefühlen eine Schwäche war, weshalb sie versuchte, ihre Empfindungen vor anderen möglichst zu schützen. Ihr Temperament war jedoch keine Flamme, die am ersticken war, sondern sie loderte in ihr nach wie vor klar und hell. Doch Tali wusste sich zu zügeln, wenngleich sie als eine der aufmüpfigeren Sklavinnen bekannt war. Schon früh kamen ihre robuste Art und Zähigkeit zum Tragen, weshalb sie größtenteils bei der Versorgung der Tiere und besonders auf den Olivenfeldern half. Dadurch lernte sie notgedrungen einiges über den Ackerbau und den Umgang mit Tieren. Außerdem lernte sie, andere Menschen in ihrem Umfeld einzuschätzen, sie genau zu beobachten und so ihren Charakter besser kennenzulernen. Während sie versuchte, andere möglichst präzise einzuschätzen, lernte sie gleichzeitig eine Rolle zu spielen und möglichst harmlos zu wirken. Die Begriffsstutzigkeit, kein kritisches Hinterfragen und routinierte Verhaltensweisen setzte sie gezielt ein um als zuverlässig und ungefährlich zu gelten. Hin und wieder fiel es ihr sehr schwer ihr Gesicht zu wahren, besonders, wenn es um Ungerechtigkeiten gegenüber ihres Bruders ging. In einigen, wenigen Momenten verlor sie ihre Maske und ihr Temperament kam ungezügelt zum Vorschein, was ihr einige, schmerzliche Erfahrungen einbrachte. Auch dadurch kapselte sie sich emotional immer mehr ab, verrohte gefühlsmäßig und stumpfte nahezu ab. Sie verlor durch die physischen und psychischen Schmerzen, die man ihr zufügte, immer mehr den Bezug zu ihrem eigenen Körper und sah ihn im Verlauf ihrer Entwicklung immer mehr als ein Werkzeug an. Das Spielen ihrer Rolle gab ihr immer mehr manipulative Züge, was auch ihr älterer Bruder bemerkte. Der Hass, der sich immer mehr in ihr aufstaute, macht sie skrupelloser, unethischer. Die Verhaltensweisen, die sie selbst zuvor bei ihren römischen Herren so verabscheut hat, übernahm sie teilweise selbst, mit der völligen Überzeugung, sich wehren und rächen zu dürfen. Für sie galt jedoch bereits auch immer, dass sie ihr eigenes Wort niemals brach. Sie hielt sich sehr akribisch an ihre eigenen Prinzipien und ließ sich in diese von niemandem reinreden, nicht einmal von ihrem Bruder. Im Verlauf ihrer Entwicklung gelang es ihr, eine innere Stärke zu entwickeln, die unabhängig von äußerlicher Bestätigung oder Belohnung bestehen konnte.
FÄHIGKEITEN
« Klettern
Schon immer hatte Tali einen hohen Bewegungsdrang und konnte nur schwer längere Zeit stillsitzen. So kletterte sie auch während ihrer Feldarbeit als Sklavin immer wieder auf Olivenbäume und bewies dabei nicht nur ein gutes Körpergefühl, sondern auch ein gutes Gleichgewicht. Ihr Bruder erkannte ihr Talent dafür und lehrte ihr nach ihrer Flucht, von oben herab anzugreifen oder sich in den Baumwipfeln zu verstecken.
« Fährten lesen
Talis scharfes Auge neigte schon immer dazu, Dinge zu finden. So auch Spuren, sei es von Tieren, um Nahrung zu bekommen oder auch menschliche Spuren, wenn Gefahr droht. Ihr Bruder brachte ihr dies bei, der es wiederum von ihrem Vater gelernt hat.
« Die Verarbeitung von tierischem Material
Fleisch, Fell, Haut und notfalls auch Innereien – mit all dem hat Tali kein Problem. Im Gegenteil, sie hat großen Respekt vor den Tieren, die sie erlegt hat und die sie mit so vielen, wichtigen Dingen versorgen. So hat sie kein Problem damit, Tiere zu häuten und zunächst ausbluten zu lassen.
« Zielgenauigkeit mit Pfeil und Bogen
Ihr Bruder brachte ihr nicht nur den Umgang mit Pfeil und Bogen bei, sondern lehrte sie auch, aus welchen Naturmaterialien man sie herstellen konnte. Gezielt kann sie daher auch mit dem Messer eine Pfeilspitze schnitzen. Doch auch ihr scharfer Blick und ihre Fokussierung auf das Wesentliche helfen ihr dabei, ihr Ziel sicher zu treffen.
« Menschen einschätzen
Auch, wenn Taliesin noch nicht besonders alt ist, so hat sie schon viele, verschiedene Facetten von Menschen kennengelernt, manchmal auch notgedrungen. So hat sie gelernt, aufmerksam zu schauen, welche Regung welche Emotion bei jemandem bedeuten könnte, ausgedrückt durch Mimik, Körperreaktionen oder auch Stimmlage. Auch machte sie bereits die Erfahrung, wie die Wechselwirkungen aussehen könnten, wenn sie sich dann entsprechend verhielt.
Stärken & Schwächen
+ willensstark
+ Prinzipientreue
+ Widerstandskraft
+ Selbstbewusstsein
+ bodenständig
+ Selbstständigkeit
+ leidenschaftlich
+ gutes Körperbewusstsein
+ Mut
- manipulativ
- nachtragend / rachsüchtig
- loses Mundwerk
- bindungsunfähig
- Stolz
- impulsiv
- arrogant
- einzelgängerisch
- schwer einschätzbar
- oberflächlich
Vorlieben & Abneigungen
+ sich nehmen was ihr ihrer Meinung nach zusteht
+ ihr Frettchen Hwyl
+ beide Geschlechter
+ Sonne auf ihrer Haut
+ Reiten
+ Einfluss bekommen
+ Großzügigkeit anderer
+ Wettkämpfe
+ unterschätzt zu werden
- ihre weißen Haare
- Ächtung durch die Römer
- unfrei zu sein
- Gefühlsduselei
- Garum Liquamen (Fischsoße)
- schmierige Männer
- unnötige Tierquälerei (z.B. in den Arenen)
- Angeberei
- Regeln
LEBENSGESCHICHTE
« 22.11.61 - 54 V. CHR.
Taliesin wurde als Saorlaith in Cantorum, der Hauptstadt im Lebensraum der Cantiaci, geboren. Sie war damit eine Britannierin und die Tochter einer der vier Könige. Sie wurde in einen höheren Stand hineingeboren und ihr Volk betrieb bereits regen Handel mit Eisen, Salz und Bernstein. Taliesin wuchs daher ohne materielle Not auf und war ein sehr lebhaftes, teilweise aufsässiges Kind, was nach allen Regeln der Kunst verwöhnt wurde. Als Jüngste der drei Geschwister wurde sie sehr behütet und auch teilweise bevormundet. Während ihre beiden älteren Geschwister schon einige Dinge mehr durften, hatte Tali oft das Gefühl, in ihrer Freiheit und ihrem Willen eingeschränkt zu sein. Als Kind kannte sie jedoch noch nicht die wirklichen Gefangenschaften. Sie wurde jedoch schon recht früh mit Hinrichtungen konfrontiert, bei denen ihr Vater, dessen Treue man brach, unbarmherzig agierte. Von ihm lernte sie bereits als kleines Mädchen, dass man nicht nur verehrt, sondern auch gefürchtet sein musste, wenn man seine Macht erhalten wollte.
Die ersten Unruhen im Stamm traten ein, als Caesar 55 v. Chr. als Teil der Gallischen Kriege eine erste, weitgehend erfolglose Invasion in Britannien durchführte, um Unterstützungen für aufständische Gallier zu unterbinden und seinen Ruf zu festigen. Mit zwei Legionen landete er dort, eroberte jedoch kein Territorium, sondern schloss lediglich Abkommen, bevor er zurückkehrte. Auch Taliesins Vater Segovax war bei diesen Abkommen dabei und stellte die Verteidigung Cantiums klar.
Doch im Sommer 54 v. Chr. sollte sich Taliesins Leben für immer ändern. Caesar sammelte eine deutlich größere Flotte als zuvor mit etwa 800 Wagen und 28 Kriegsschiffen sowie fünf Legionen (17.500–25.000 Mann) und 2.000 Kavalleristen für die zweite Invasion. Die Landung erfolgte an der Südostküste und anders als bei der ersten Zusammenkunft im Vorjahr wurde diesmal nicht gekämpft, weil die Briten von der schieren Größe der römischen Streitmacht beeindruckt oder eingeschüchtert waren.
Caesar ließ ein Lager am Strand bauen und zog mit dem größten Teil seiner Streitmacht ins Landesinnere. Ziel war es, den Widerstand der Briten zu brechen. Er stieß auf eine britische Streitmacht unter dem Kriegshäuptling Cassivellaunus, der eine Allianz verschiedener Stämme gegen die Römer gebildet hatte. Segovax unterstützte Cassivellaunus selbst ebenfalls.
In einem ersten größeren Kampf in der Nähe des Flusses Stour setzten sich die römischen Legionäre durch, da sie in der regulären Feldschlacht gegen britische Kavallerie, Wagen und Infanterie überlegen waren. Nachdem die Römer ihren Vormarsch begonnen hatten, begannen sie mit dem Bau eines weiteren Feldlagers.
Die Briten nutzten dies und griffen beim Bau an, was Caesar selbst erwähnt, wobei es zu heftigen Gefechten kam und Rom einen Tribun (Quintus Laberius Durus) verlor. Caesar schickte verschiedene Einheiten zur Vorratssuche und Sicherung – unter anderem drei Legionen mit Kavallerie zum Sammeln von Nahrung. Diese Truppen wurden von britischen Kriegern angegriffen, doch die Römer konnten den Angriff abwehren.
Anschließend stießen die Legionen weiter vor und trafen Cassivellaunus’ Hauptheer am Thames. Nachdem sie den Fluss erfolgreich überquert hatten, schlugen sie die Briten in einer größeren Schlacht. Die römischen Streitkräfte zogen nun tiefer ins britische Kernland vor und konnten mehrere Stämme zur Kapitulation bewegen, die ihnen Informationen über Cassivellaunus’ befestigte Lager gaben. Daraufhin versuchte Cassivellaunus, den römischen Stützpunkt an der Küste durch einen Angriff der vier Könige von Cantium (Cingetorix, Segovax, Carvilius, Taximagulus) abzulenken. Dieser Angriff auf das römische Lager schlug jedoch fehl.
Nach dem Fehlschlag des Ablenkungsangriffs waren Cassivellaunus’ Kräfte geschwächt. Er verhandelte mit Caesar und bot Friedensbedingungen, nahm römische Forderungen an und übergab Geiseln als Sicherheit. Darunter auch Taliesins Vater Segovax. Doch auch Taliesin und ihr Bruder Eadwig wurden von einer anderen Legion Caesars mitgenommen, während man ihre Mutter und Hilda von einem hohen Turm in den Tod stieß. Da in Gallien Unruhen ausbrachen und die Römer schnell zurückkehren mussten, verließ Caesar Britannien im Herbst desselben Jahres.
Die ersten Unruhen im Stamm traten ein, als Caesar 55 v. Chr. als Teil der Gallischen Kriege eine erste, weitgehend erfolglose Invasion in Britannien durchführte, um Unterstützungen für aufständische Gallier zu unterbinden und seinen Ruf zu festigen. Mit zwei Legionen landete er dort, eroberte jedoch kein Territorium, sondern schloss lediglich Abkommen, bevor er zurückkehrte. Auch Taliesins Vater Segovax war bei diesen Abkommen dabei und stellte die Verteidigung Cantiums klar.
Doch im Sommer 54 v. Chr. sollte sich Taliesins Leben für immer ändern. Caesar sammelte eine deutlich größere Flotte als zuvor mit etwa 800 Wagen und 28 Kriegsschiffen sowie fünf Legionen (17.500–25.000 Mann) und 2.000 Kavalleristen für die zweite Invasion. Die Landung erfolgte an der Südostküste und anders als bei der ersten Zusammenkunft im Vorjahr wurde diesmal nicht gekämpft, weil die Briten von der schieren Größe der römischen Streitmacht beeindruckt oder eingeschüchtert waren.
Caesar ließ ein Lager am Strand bauen und zog mit dem größten Teil seiner Streitmacht ins Landesinnere. Ziel war es, den Widerstand der Briten zu brechen. Er stieß auf eine britische Streitmacht unter dem Kriegshäuptling Cassivellaunus, der eine Allianz verschiedener Stämme gegen die Römer gebildet hatte. Segovax unterstützte Cassivellaunus selbst ebenfalls.
In einem ersten größeren Kampf in der Nähe des Flusses Stour setzten sich die römischen Legionäre durch, da sie in der regulären Feldschlacht gegen britische Kavallerie, Wagen und Infanterie überlegen waren. Nachdem die Römer ihren Vormarsch begonnen hatten, begannen sie mit dem Bau eines weiteren Feldlagers.
Die Briten nutzten dies und griffen beim Bau an, was Caesar selbst erwähnt, wobei es zu heftigen Gefechten kam und Rom einen Tribun (Quintus Laberius Durus) verlor. Caesar schickte verschiedene Einheiten zur Vorratssuche und Sicherung – unter anderem drei Legionen mit Kavallerie zum Sammeln von Nahrung. Diese Truppen wurden von britischen Kriegern angegriffen, doch die Römer konnten den Angriff abwehren.
Anschließend stießen die Legionen weiter vor und trafen Cassivellaunus’ Hauptheer am Thames. Nachdem sie den Fluss erfolgreich überquert hatten, schlugen sie die Briten in einer größeren Schlacht. Die römischen Streitkräfte zogen nun tiefer ins britische Kernland vor und konnten mehrere Stämme zur Kapitulation bewegen, die ihnen Informationen über Cassivellaunus’ befestigte Lager gaben. Daraufhin versuchte Cassivellaunus, den römischen Stützpunkt an der Küste durch einen Angriff der vier Könige von Cantium (Cingetorix, Segovax, Carvilius, Taximagulus) abzulenken. Dieser Angriff auf das römische Lager schlug jedoch fehl.
Nach dem Fehlschlag des Ablenkungsangriffs waren Cassivellaunus’ Kräfte geschwächt. Er verhandelte mit Caesar und bot Friedensbedingungen, nahm römische Forderungen an und übergab Geiseln als Sicherheit. Darunter auch Taliesins Vater Segovax. Doch auch Taliesin und ihr Bruder Eadwig wurden von einer anderen Legion Caesars mitgenommen, während man ihre Mutter und Hilda von einem hohen Turm in den Tod stieß. Da in Gallien Unruhen ausbrachen und die Römer schnell zurückkehren mussten, verließ Caesar Britannien im Herbst desselben Jahres.
« 54 - 43 V. CHR.
Nun begann für das Mädchen ein Martyrium. Zusammen vielen anderen Geiseln wurde sie auf ein Schiff verfrachtet um den Ärmelkanal zu überqueren um schließlich in der Hafenstadt Gesoriacum landeten. Tali war verängstigt und klammerte sich die ganze Schiffsreise über an ihren Bruder. Viele von ihnen wurden seekrank und auch das Mädchen übergab sich mehrere Male, war dehydriert als sie im Hafen ankamen. Nun ging die Reise zu Fuß weiter, quer durch Gallia Belgica und schließlich durch Gallia Lugdunensis, was beides bereits römisches Besetzungsgebiet war. Sie passierten die Städte Durocortorum und Lugdunum. Während der Reise durch das besetzte Gallien wurden Taliesin die Haare abgeschnitten und man stellte erstaunt fest, dass diese weißblond nachwuchsen, was aufgrund ihrer Behandlung und Entführung (Traumata) geschehen war. Schon damals, mit kurz geschorenen Haaren, versuchte Tali sich möglichst als Junge auszugeben. Zu groß war die Gefahr der Übergriffe. Schließlich passierten sie das Rhône-Tal und kamen nach Massilia an die Küste. Der Zustand des Mädchens war schlimm, wie auch die anderen Sklaven hatte sie wunde Füße, war unterernährt, dehydriert und eingeschüchtert von der Gewalt der Römer. Dennoch war bekannt, dass sie die Tochter eines britannischen Königs war, so dass ihr Wert, im Vergleich zu anderen, niederständischen Frauen, recht hochgehalten wurde.
Es waren bereit 65 Tage vergangen und es brauchte noch einmal 10 Tage mehr, bis sie den Hafen von Genua erreicht hatten. Von dort ging es für viele der Sklaven und Geiseln über das Mittelmeer nach Rom, doch Talisien und auch ihr Bruder wurden an eine ligurische Adelsfamilie verkauft, welche schon seit mehreren Generationen den Ordo Decurionum innehatte. Sie waren romanisiert und pflegten gute Kontakte zu einigen Patrizierfamilien in Rom. Die Stadtrat-Familie, an die sie verkauft wurde, war mit dem Gens Aelia in Rom eng verwandt, angeführt von Lucius Aelius Lamia, der auch entschied, dass Tali und ihr Bruder auf der Sommerresidenz im Dorf Voltri, westlich von Genua, im Olivenanbau bzw. bei der Viehzucht arbeiten sollten. Selbiger Besitzer ließ sich die gesamten Jahre zwei Mal dort blicken, ansonsten wurde das Gut von einem Vilicus namens Gabhran verwaltet, welcher sich schon großes Vertrauen bei Lucius Aelius Lamina arbeitet hatte. Tali konnte sich auf der Sommerresidenz zunächst erholen, sie wurde sogar recht gut behandelt und ihr wurde gestattet, ihren Bruder um sich zu haben, der sie wie ein Augapfel beschützte. Nachdem Tali wieder bei Kräften war, wurde ihr zunächst die Arbeit im Haus gezeigt. Die anderen Sklaven waren gnädig mit ihr, war sie doch mit gerade frisch gewordenen sechs Jahren die Jüngste von allen. So verbrachte sie die ersten paar Jahre mit dem Säubern der Räumlichkeiten und dem Waschen der Wäsche.
Nachdem Tali mit zehn Jahren bei einem Unwetter mühelos auf das Dach des Hauses steigen konnte um es notdürftig vor dem Sturzregen abzudichten, wurde ihr die Arbeit auf den Olivenfeldern gezeigt. Tali konnte ihr Klettertalent dort beweisen um auch die Oliven herunterzuholen, an die man von unten mit den Keschern nicht rankam. Doch auch die direkte Arbeit auf dem Feld wie das ein- und aussäen sowie den Rückschnitt übernahm wie zusehends immer mehr. Ihre sonst eher blasse Haut wurde gebräunt von der Sonne und ihre körperliche Konstitution verbesserte sich durch das Klettertraining, sie wurde drahtiger und robuster.
Außerdem hielt sich der Sitz auch Frettchen, die zur Jagd eingesetzt wurden, wobei Tali sich um eines, das verletzt worden war, besonders kümmerte und es gesund pflegte. Sie gab ihm den Namen Hwyl und es folgte ihr irgendwann überall hin.
Der gallische Verwalter nutzt jedoch nicht nur seine Position aus, um die Arbeit auf der Residenz mit strenger Hand zu führen, sondern auch Taliesin immer mehr nachzustellen. Ihr Haar wuchs mehr und mehr, sie wurde wieder mädchenhafter und im Verlauf nahm sie auch immer mehr weibliche Körperzüge an die Gabhran gefielen. Eines nachts fiel er über Tali her und als er mit ihr fertig war, entdeckte ihr Bruder seine Schandtat. Doch Tali konnte ihn gerade noch davon abhalten ihn zu töten, schließlich hätte dies auch sein Tod bedeutet. Das rebellische, aufsässige Wesen Talis reizte Gabhran jedoch nur noch mehr und obwohl er sie mehr als einmal gegen ihren Willen genommen hatte, war Tali nicht entmutigt daran ihm immer wieder zu zeigen, dass sie ihn verabscheute. Dies brachte ihr nicht nur einige Schändungen ein, sondern auch Körperstrafen durch das Auspeitschen mit er Scutica. Bis heute trägt Tali davon Narben auf dem Rücken davon. Doch ihr Stolz war das Einzige, was Gabhran Tali nicht nehmen konnte. Als Lucius Aelius Lamina 44 v. Chr. das letzte Mal seine Residenz besuchte, eröffnete Gabhran ihm, dass er Taliesin ehelichen wollte. Entgegen Gabhrans Einschätzung fragte der Hausherr Tali, ob sie dies auch wünschte. Tali konnte nicht anders, als ihm wahrheitsgemäß zu sagen, dass sie lieber sterben wollen würde, als dass er sich auch nur noch ein einziges Mal berührte. Gabhran erhielt darauf keine Genehmigung seines Herrn, der kurz danach wieder abreiste. Umso gewalttätiger wurde er gegenüber Taliesin, die sich jedoch, gestärkt durch das Zugeständnis ihres Herren, immer mehr wehrte. So verpasste sie Gabhran immer mal wieder harte Faustschläge und trat ihm so sehr in sein Gemächt, dass er sie für fast drei Monate in Ruhe ließ. Sie ließ ihn in dieser Zeit auch spüren, dass sie sich darüber amüsierte, machte sich über ihn lustig. Sie wusste, dass seine Sanktionen danach unaussprechlich sein würden, doch sie gab sich nicht die Schmach, ihn zu bemitleiden. Denn Mitleid hatte sie keines.
Es waren bereit 65 Tage vergangen und es brauchte noch einmal 10 Tage mehr, bis sie den Hafen von Genua erreicht hatten. Von dort ging es für viele der Sklaven und Geiseln über das Mittelmeer nach Rom, doch Talisien und auch ihr Bruder wurden an eine ligurische Adelsfamilie verkauft, welche schon seit mehreren Generationen den Ordo Decurionum innehatte. Sie waren romanisiert und pflegten gute Kontakte zu einigen Patrizierfamilien in Rom. Die Stadtrat-Familie, an die sie verkauft wurde, war mit dem Gens Aelia in Rom eng verwandt, angeführt von Lucius Aelius Lamia, der auch entschied, dass Tali und ihr Bruder auf der Sommerresidenz im Dorf Voltri, westlich von Genua, im Olivenanbau bzw. bei der Viehzucht arbeiten sollten. Selbiger Besitzer ließ sich die gesamten Jahre zwei Mal dort blicken, ansonsten wurde das Gut von einem Vilicus namens Gabhran verwaltet, welcher sich schon großes Vertrauen bei Lucius Aelius Lamina arbeitet hatte. Tali konnte sich auf der Sommerresidenz zunächst erholen, sie wurde sogar recht gut behandelt und ihr wurde gestattet, ihren Bruder um sich zu haben, der sie wie ein Augapfel beschützte. Nachdem Tali wieder bei Kräften war, wurde ihr zunächst die Arbeit im Haus gezeigt. Die anderen Sklaven waren gnädig mit ihr, war sie doch mit gerade frisch gewordenen sechs Jahren die Jüngste von allen. So verbrachte sie die ersten paar Jahre mit dem Säubern der Räumlichkeiten und dem Waschen der Wäsche.
Nachdem Tali mit zehn Jahren bei einem Unwetter mühelos auf das Dach des Hauses steigen konnte um es notdürftig vor dem Sturzregen abzudichten, wurde ihr die Arbeit auf den Olivenfeldern gezeigt. Tali konnte ihr Klettertalent dort beweisen um auch die Oliven herunterzuholen, an die man von unten mit den Keschern nicht rankam. Doch auch die direkte Arbeit auf dem Feld wie das ein- und aussäen sowie den Rückschnitt übernahm wie zusehends immer mehr. Ihre sonst eher blasse Haut wurde gebräunt von der Sonne und ihre körperliche Konstitution verbesserte sich durch das Klettertraining, sie wurde drahtiger und robuster.
Außerdem hielt sich der Sitz auch Frettchen, die zur Jagd eingesetzt wurden, wobei Tali sich um eines, das verletzt worden war, besonders kümmerte und es gesund pflegte. Sie gab ihm den Namen Hwyl und es folgte ihr irgendwann überall hin.
Der gallische Verwalter nutzt jedoch nicht nur seine Position aus, um die Arbeit auf der Residenz mit strenger Hand zu führen, sondern auch Taliesin immer mehr nachzustellen. Ihr Haar wuchs mehr und mehr, sie wurde wieder mädchenhafter und im Verlauf nahm sie auch immer mehr weibliche Körperzüge an die Gabhran gefielen. Eines nachts fiel er über Tali her und als er mit ihr fertig war, entdeckte ihr Bruder seine Schandtat. Doch Tali konnte ihn gerade noch davon abhalten ihn zu töten, schließlich hätte dies auch sein Tod bedeutet. Das rebellische, aufsässige Wesen Talis reizte Gabhran jedoch nur noch mehr und obwohl er sie mehr als einmal gegen ihren Willen genommen hatte, war Tali nicht entmutigt daran ihm immer wieder zu zeigen, dass sie ihn verabscheute. Dies brachte ihr nicht nur einige Schändungen ein, sondern auch Körperstrafen durch das Auspeitschen mit er Scutica. Bis heute trägt Tali davon Narben auf dem Rücken davon. Doch ihr Stolz war das Einzige, was Gabhran Tali nicht nehmen konnte. Als Lucius Aelius Lamina 44 v. Chr. das letzte Mal seine Residenz besuchte, eröffnete Gabhran ihm, dass er Taliesin ehelichen wollte. Entgegen Gabhrans Einschätzung fragte der Hausherr Tali, ob sie dies auch wünschte. Tali konnte nicht anders, als ihm wahrheitsgemäß zu sagen, dass sie lieber sterben wollen würde, als dass er sich auch nur noch ein einziges Mal berührte. Gabhran erhielt darauf keine Genehmigung seines Herrn, der kurz danach wieder abreiste. Umso gewalttätiger wurde er gegenüber Taliesin, die sich jedoch, gestärkt durch das Zugeständnis ihres Herren, immer mehr wehrte. So verpasste sie Gabhran immer mal wieder harte Faustschläge und trat ihm so sehr in sein Gemächt, dass er sie für fast drei Monate in Ruhe ließ. Sie ließ ihn in dieser Zeit auch spüren, dass sie sich darüber amüsierte, machte sich über ihn lustig. Sie wusste, dass seine Sanktionen danach unaussprechlich sein würden, doch sie gab sich nicht die Schmach, ihn zu bemitleiden. Denn Mitleid hatte sie keines.
« 43 – HEUTE V. CHR.
Als er sie daraufhin eines Nachts wieder aufsuchte und andere Sklaven ebenfalls dazu zwang sie zu begatten, versteckte sie ein selbstgebautes Messer unter ihrer Decke. Nachdem die anderen mit ihr fertig waren und er sich am Ende das neben wollte, von dem er glaubte, dass es seins war, rammte sie ihm im Moment seines Höhepunktes das Messer in den Hals. Blut spritzte rhythmisch heraus und Tali konnte sich unter ihm befreien, drehte ihn auf den Rücken und stach erneut, bis zu dreißig Mal in seine Brust. All der Hass und die Aggressionen entluden sich in dem Moment aus ihr und die anderen Sklaven taten nichts, sahen nur erschrocken dabei zu. Als sie sich, blutbesudelt, zu ihnen umdrehte, wichen sie zurück und Tali haderte zunächst mit sich, auch sie zumindest zu verletzen. Doch stattdessen eilte sie zu ihrem Bruder, sie holten Hwyl aus seinem Käfig und flohen von dem Grundstück in die Praglia-Ebenen des ligurischen Apennin-Gebirges, welches aus weiten Waldgebieten bestand.
Sie verbrachten dort ca. zwei Monate, in dem sie sich Unterstände aus Holz bauten und mit Hilfe von Hwyl Kaninchen fangen konnten. Eadwig brachte Tali bei sich zu verteidigen, den Nahkampf mit dem Messer und wie sie einem Gegner möglichst passiv ausweichen konnte um ihn zu ermüden. Sie ernährten sich von Beeren, Zitrusfrüchten und Oliven. Immer auf der Hut, nicht zu nah an die römischen Transportwege zu kommen. Doch eines Tages begegnete ihr Bruder drei Römern, die vom Weg ab im Wald unterwegs waren. Er konnte Tali gerade noch warnen, die sich mit Hwyl auf einem Baum versteckte. Sie musste von oben mit ansehen, wie ihr Bruder von mehren Lanzen durchbohrt wurde, da er ihnen sagte, dass er allein unterwegs war. Nachdem die Römer nach kurzer Suche wieder abgezogen waren, beerdigte Tali ihren Bruder unter einem Steinhaufen und war von da an allein. Sie hatte nur noch Hwyl als Begleiter und ihr Band wuchs seitdem immens. Ihr Ziel ist, nach Rom zu gelangen um sich an den Römern für den Tod ihres Bruders zu rächen, unwissend, dass ihr Vater dort noch in Gefangenschaft im Ludus verweilt.
Sie verbrachten dort ca. zwei Monate, in dem sie sich Unterstände aus Holz bauten und mit Hilfe von Hwyl Kaninchen fangen konnten. Eadwig brachte Tali bei sich zu verteidigen, den Nahkampf mit dem Messer und wie sie einem Gegner möglichst passiv ausweichen konnte um ihn zu ermüden. Sie ernährten sich von Beeren, Zitrusfrüchten und Oliven. Immer auf der Hut, nicht zu nah an die römischen Transportwege zu kommen. Doch eines Tages begegnete ihr Bruder drei Römern, die vom Weg ab im Wald unterwegs waren. Er konnte Tali gerade noch warnen, die sich mit Hwyl auf einem Baum versteckte. Sie musste von oben mit ansehen, wie ihr Bruder von mehren Lanzen durchbohrt wurde, da er ihnen sagte, dass er allein unterwegs war. Nachdem die Römer nach kurzer Suche wieder abgezogen waren, beerdigte Tali ihren Bruder unter einem Steinhaufen und war von da an allein. Sie hatte nur noch Hwyl als Begleiter und ihr Band wuchs seitdem immens. Ihr Ziel ist, nach Rom zu gelangen um sich an den Römern für den Tod ihres Bruders zu rächen, unwissend, dass ihr Vater dort noch in Gefangenschaft im Ludus verweilt.
VERWALTUNG
Avatar:
Milly Alcock
Über 18?
Ja und wie!
Regeln gelesen?
Ja
Charübernahme?
Nein
Weitere Charaktere?
Nereis Antonia Verbella
Wie bist du über uns gestolpert?
Schwesternforum Camden Village